„Eure Aktivitäten tragen dazu bei, das Leben beim VfB Hüls attraktiver und lebenswerter zu machen“, begann der alte und neue VfB-Präsident Dieter Peters seine Ausführungen anlässlich der Delegiertenversammlung. „Der Sport in unserem Verein ist nicht denkbar ohne die große Zahl der Betreuerinnen und Betreuer, die beim Training, bei Wettkämpfen und auch bei gemeinsamen Festen im ständigen Einsatz sind.“

Es sei nicht vorstellbar ohne die Eltern und Großeltern, die mit ihrem Einsatz den Vereinshaushalt entlasteten. „Zu unserer VfB-Familie gehören auch die Sportplatzpflegekräfte, die Kassierer und auch die Kuchenbäcker, die Getränkezapfer, die Grillmeister und Verkäuferinnen sowie noch viele ungenannte Helferinnen und Helfer.“

Gerade bei der Inflation sei dies ein dickes Pfund, mit dem der Verein wuchern könne. „Die Preise steigen in nahezu allen Lebensbereichen. Auch für uns werden die wirtschaftlichen Belastungen, neben den Energiekosten, zu einer echten Herausforderung, die wir nur gemeinsam bestehen können.“ Für den unermüdlichen Einsatz bedankte sich Peters ausdrücklich.

„Ein dickes Dankeschön auch den Hauptvorständen den Abteilungs- und Übungsleitern sowie den Trainern und Helfern. Ich zähle auf euch natürlich auch in der Zukunft: im sportfachlichen und organisatorischen Bereich sowie im guten Miteinander mit dem Vorstand und den anderen Abteilungen.“

Den aktiven Sportlerinnen und Sportlern wünschte der Präsident Ausdauer im Training und Erfolg in den Wettbewerben, ehe er noch für das Ehrenamt warb: „Es ist eine hervorragende Möglichkeit zur Selbstentfaltung und Selbstbestätigung. Ehrenamtliche Sportlerinnen und Sportler sind verantwortlich für die eigenen Bereiche und mitverantwortlich für das Ganze.“

Er wisse weiter aus eigener Erfahrung, „dass der Freundes- und Bekanntenkreis größer wird,

das gemeinsame Tun von Menschen mit gleichen Interessen mehr Spaß macht und anspornt, gute Ergebnisse die Zufriedenheit vergrößern, der eigene Horizont erweitert wird und es Anerkennung von denen gibt, für die man tätig ist“.

Ganz ohne Pandemie kam auch Dieter Peters bei seinem Rückblick nicht über die Runde: „Die Corona-Zeit hat den organisierten Sportbetrieb – ob Training oder Wettkampf – zeitweise zum Erliegen gebracht. Und wir wissen leider nicht, welche Schutzmaßnahmen uns zukünftig abverlangt werden! Die Veröffentlichungen des Gesundheitsministeriums sind da nicht so aussagekräftig, und werden vermutlich mit Ergänzungen der Landesregierung belegt!“

Nicht viel Neues gab es bei den Vorstandswahlen. Dieter Peters bleibt Präsident, seine gleichberechtigten Stellvertreter sind weiterhin Klaus Bien und Michael Hoffmann. Wiedergewählt wurden auch die Hauptgeschäftsführer Hakan Simsir und Rainer Schwarma, Schatzmeister Udo Gusialowski sowie Schriftführerin und Sozialwartin Martina Volmer. Berufen wurden erneut die Gleichstellungsbeauftragte Petra Kläsener und Volker Hilbt als Medienbeauftragter sowie der neue Gesamtjugendleiter Paul Eckenberg.

Den Beirat bilden Horst Darmstädter, Dr. Hartmut Müller, Olli Schmidt, Karlheinz Völkel und Friedhelm Zachau. Mit stehenden Ovationen wurde Prof. Klaus Schneemann – viele Jahre auch Präsident des VfB Hüls – aus diesem Gremium verabschiedet.

Fußballerin des Herzens: Annkatrin Groß, Nachwuchs-Trainerin und Spielerin der Damenmannschaft des VfB Hüls, bekam während einer Freundschaftspartie die Fragen aller Fragen gestellt: Ex-Jugendgeschäftsführer Sebastian hielt um ihre Hand an, und die Fußballerin sagte Ja. Zu den ersten Gratulant*innen gehörten VfB-Hauptgeschäftsführer Hakan Simsir und Fußball-Vorstandsmitglied Bettina Hartmann.

Annkatrin ist ein Pfeiler beim VfB: Die angehende Grundschullehrerin (Deutsch, Mathe, Sachunterricht), die schon als Zweikäsehoch auf dem Bolzplatz kickte, übernahm vor drei Jahren das Traineramt „ihrer“ neu gegründeten U 17, und als nach zwei Jahren ein Großteil der Jugendlichen die Altersgrenze überschritten hatte, sorgte sie dafür, dass auch eine Damenmannschaft im VfB-Trikot auflaufen konnte.

Einen Schweiß treibenden Urlaubsabstecher machte Martin Lissek: Über die Kontakte von Peter Niski kehrte er bei einem bekannten Boxstall ein, überreichte ein Trikot mit VfB-Emblem und trainierte ein paar Mal mit. „Ich war am Ende“, gestand der VfB-Athlet nach den Einheiten.

Eine Marler Sportlegende hat die Wettkampfbühne für immer verlassen: Der VfB Hüls trauert um Peter Arning, der im Alter von 79 Jahren gestorben ist, und ist in Gedanken bei seiner Familie. 

Peter Arning begann 1958 beim VfB Hüls seine sportliche Karriere als Gewichtheber, ehe er Kraftdreikämpfer wurde. Er vertrat den VfB in vorbildlicher Weise – nicht nur durch seine zahlreichen internationalen und nationalen Titel.

Bei den Sportlerehrungen im Rathaus war er ebenso ein gern gesehener Gesprächspartner wie in der alten Trainingshalle am Badeweiher: Dort hatte er immer ein paar Tipps und Tricks für den Nachwuchs parat.

Peter Arning sagte einmal: „Solange du lebst, erinnern sich die Menschen an dich.“ Der VfB Hüls und besonders die Kraftsportabteilung wird ihn immer in guter Erinnerung behalten.