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Eröffnung des Hockeyplatzes

Tolle Atmosphäre und viel Prominenz bei der Eröffnung des neuen Hockeyplatzes des VfB Hüls

Nach neun Jahren harter Arbeit war es endlich soweit: Der grundsanierte Hockeyplatz des VfB Hüls wurde bei bestem Wetter seiner Bestimmung übergeben.

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Der offizielle Teil mit Reden aller Beteiligten war eingebettet in ein Wochenende vollgepackt mit Hockeyspielen für alle Mitglieder der Abteilung, gespickt mit einigen Highlights. Dazu gehörte das Spiel der Hülser Herren gegen die M45-Nationalmannschaft, die immerhin als amtierender Hallenweltmeister zum zweiten Mal ihre Visitenkarte am Badeweiher abgab.

Ein weiterer Höhepunkt waren auch die Gäste selbst. Neben der Marler Prominenz, bestehend aus der stellvertretenden Bürgermeisterin Petra Klaesener, Vertretern der Parteien, Landtagsabgeordneten sowie der Wirtschaft und dem Sport, war Hockey-Deutschland zahlreich vertreten. Dies reichte vom Vorsitzenden des Bezirksausschusses Westfalen, Hans-Jürgen Becker, über den Präsidenten des Westdeutschen Hockey-Verbands, Dr. Michael Timm, bis hin zum ehemaligen Präsidenten des Deutschen Hockey-Bundes, Wolfgang Hillmann, der als Vorsitzender der technischen Kommission des DHB nach Marl gekommen war.

Daneben war der Hockeysport mit unzähligen Bundesliga- und Länderspielen, deutschen, Europa- und Weltmeisterschaften, sowie zwei olympischen Siegen und mit zwei Nationaltrainern vor Ort. So begleitete Frank Hänel (Bundesligatrainer und Nationaltrainer in Österreich) seinen Vater Horst in den Evonik-Sportpark.

Horst Hänel führte in den sechziger Jahren den damaligen VfR Hüls bis in die höchste deutsche Spielklasse und bildete eine große Zahl Talente aus, die ihren Weg bis in die Nationalmannschaft fanden, ehe er von Rot-Weiß Köln abgeworben wurde, wo er zum Meistertrainer avancierte.

Der für die M45-Nationalmannschaft spielende Olympiasieger von 1992, Klaus Michler, hatte mit Paul Lissek die Trainerikone der neunziger Jahre im Gepäck. Als Bundestrainer führte er die deutschen Herren nicht nur zu olympischem Gold, sondern auch zu drei Europameistertiteln.

Tina Bachmann, Olympiasiegerin 2004, zweifache Europameisterin und Meistertrainerin, schaute - obwohl hochschwanger - auch kurz vorbei, um mit ihrer Marler Familie den neuen Platz zu feiern.

Den Tag, der zu einer Feier der Marler Hockeyfamilie werden sollte, begann mit dem Spiel der Damen (unterstützt von der weiblichen U18) gegen die männlichen U18 (unterstützt von den Alten Socken).

Es folgte der kurze offizielle Teil des Nachmittags. Dieter Peters, Präsident des VfB 48/64 Hüls, begrüßte die knapp 350 Gäste auf der tollen Anlage. In seiner Rede verband er den Dank an die Geldgeber, hier besonders an das Land Nordrhein-Westfalen, das erst mit seinem Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ die Sanierung des Kunstrasens ermöglicht hatte, sowie alle Mitglieder des Vereins, die den Platz mit einer Umlage mitfanzieren - in der Hoffnung auf einen deutlichen Mitgliederzuwachs in der Hockeyabteilung.

Für ihre Einsatz bei der Planung und Umsetzung des Projekts ehrte Peters Carsten Plänker, Friedhelm Zachau und Gunther Deinl mit einem Präsent und übergab der Hockeyabteilung ein Geldgeschenk sowie eine Erstausstattung gelber Feldbälle.

André Mölleken, Geschäftsführer des StadtSportVerbands Marl, übernahm in Vertretung des Vorsitzenden, Bürgermeister Werner Arndt, die Rede aus Sicht eines Entscheiders über die Mittel des Förderprogramms. Auch er hob die Bedeutung des Ehrenamtes in der Hockeyabteilung des VfB Hüls hervor und betonte die Rolle des Jugendsportes für die Stadt Marl.

Dr. Jörg Harren, der scheidende Standortleiter Marl bei Evonik Industries, betonte als Grundstückseigentümer die gute Zusammenarbeit bei der Schaffung der Fördervoraussetzungen und das Engagement bei der Übergabe des Areals in die Verantwortlichkeit des VfB Hüls.

Der Präsident des Westdeutschen Hockey-Verbands, Dr. Michael Timm, überbrachte nicht nur die Glückwünsche des größten deutschen Landesverbandes, sondern auch die des Präsidenten des LandesSportBundes NRW, Stefan Klett. Timm hob die Bedeutung der Jugendarbeit in den Vereinen des WHV hervor und spornte die Verantwortlichen bei den Bunabären an, den etwas überdurchschnittlichen Mitgliederrückgang der letzten Jahre mit der tollen neuen Anlage im Rücken schnell auszubügeln.

Der Vorsitzende der Hockeyabteilung, Carsten Plänker, gab zum Abschluss einen emotionalen Rückblick auf die letzten neun Jahre zwischen Hoffen und Bangen über die Zukunft des Marler Hockeysports. Mit Ausblick auf den weiteren Ausbau der Infrastruktur am Hockeyplatz bat er um weitere Spenden, um die Träume von einer umlaufenden Bande, einer neuen Möblierung des Clubhauses, mehr Abstellflächen für Trainingsmaterialien oder einer kleinen Tribüne zeitnah wahr werden zu lassen.

Mit einer Erinnerungsstück an das Projekt #gruenzublau bedankte er sich zunächst bei allen Mitgliedern des VfB Hüls für Ihre Unterstützung und dann beim Land Nordrhein-Westfalen, dem SSV Marl, bei Evonik Industries für die Hilfen, dem LSB NRW und dem WHV, dem Hauptvorstand des VfB Hüls und besonders bei den Mitstreitern Friedhelm Zachau und Gunther Deinl.

Neben dem Erinnerungsstück an den alten und neuen Kunstrasen hatte Carsten Plänker auch die neue Chronik der Bunabären im Gepäck. In dem umfangreichen Band werden 22+1 Geschichten über die Hockeyabteilung der letzten 60 Jahre erzählt.

Mit einem dreifachen Hüddelditüddel wurde der Platz dann endgültig der Bestimmung übergeben.

Nach dem offiziellen Teil wurde es wieder sportlich. Die Nationalmannschaft scharrte mit den Hufen und wollte endlich das neue blaue Geläuf testen. Das Spiel gegen die aktuelle Herrenmannschaft des VfB Hüls war das erhoffte Highlight. Das ein und andere Mal zeigten die Bunabären ihre Klasse und konnte auch schöne Treffer erzielen. Schlussendlich mussten sich die Herren aber der Erfahrung des Hallenweltmeisters beugen. Das Spiel mit vielen Toren endete 8:4 für die Gäste aus ganz Deutschland.

Direkt nach dem Spiel nutzte der Trainer der M45, Carsten Borstel, die Gelegenheit, um auf die Tombola zugunsten des Vereins „Hockey-Helfen ist Herzenssache“ hinzuweisen. Dieser Verein ist aus den Reihen der Seniorennationalmannschaft entstanden und unterstützt Familien schwer kranker Kinder. Am Sonntag nach der Versteigerung der letzten Hockeyschläger konnte er sich über mehr als 1.000 Euro für den Verein und die Familien freuen.

Die Umbaupause, bevor die jüngsten Bunabären zum Schläger griffen, nutzte Moderator Carsten Schwarma, um Paul Lissek und Klaus Michler auf der kleinen Bühne am Rande des Hockeyplatzes zu interviewen. Der FIH-Mastercoach und der Olympiasieger nahmen nicht nur den ausgewiesenen Fußballkenner Schwarma, sondern auch die Gäste mit in die Welt des internationalen Hochleistungssports.

Danach zeigten die U8 und die männliche U10 ihr Können, darunter viele Kinder, die erst seit wenigen Wochen beim Hockey sind. Mit Hilfestellung der Trainerin Gaby Thirring gelangen den Minis schöne Spielzüge und ein toller Einstand in die Hockeyfamilie des VfB Hüls. Die männliche U10 spielte, genauso wie die beiden U12 Mannschaften danach, einen internen Vergleich gegen die Jugend des Buerschen HC.

Nach dem sportlichen Teil bereiteten sich die Immunisierten oder PCR-Getesten auf die Party vor. Bis zum Morgengrauen wurde der neue Platz ausgiebig gefeiert.

Am nächsten Vormittag begannen die Vorbereitung auf den zweiten Tag des Festes. Die Herren - dem einen oder anderen sah man eine viel zu kurze Nacht an - bereiteten sich auf das Meisterschaftsspiel gegen des TuS Iserlohn vor, während die Erlebnisse des Samstags unter den Gästen ausgiebig nachbereitet wurden.

Das Meisterschaftsspiel lässt sich kurz zusammenfassen. Die Bunabären schafften es, den Gästen innerhalb der ersten Spielminuten den Schneid abzukaufen und bis zu Halbzeit uneinholbar auf 7:0 davon zu ziehen. Der Oberligaabsteiger zeigte auch in den zweiten 30 Minuten seine Klasse und erlaubte sich in der Verteidigung keine Fehler. Vorne dagegen vielen weitere Tore zu einem Endstand von 12:0.

Zum Abschluss eines tollen Wochenendes trafen sich weitere Jugendmannschaften aus Buer und Hüls, um freundschaftlich die Kräfte zu messen.

Dank der vielen Helferinnen und Helfer bei Auf- und Abbau, am Grill sowie an den Getränke-, Kuchen- und Salattheken oder beim Aufräumen zeigten sich die Bunabären als hervorragende Gastgeber.

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