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Er ist ein Crosslinker. Ein Quervernetzer. Seit mehr als drei Jahren leitet er diesen Evonik-Bereich als Director Supply Chain für die Region EMEA, also Europe/Middle East/Africa. Seit einigen Monaten muss Hakan Simsir als Hauptgeschäftsführer des werkverbundenen Vereins VfB 48/64 Hüls ähnlich vernetzen: Der 44-Jährige, der bis zur wegen Corona verschobenen Jahreshauptversammlung bis zum Frühjahr (?) auch noch Vorsitzender der kickenden VfB-Zunft ist, muss nun über den Fußball hinaus die Abteilungen zusammenführen bzw. -halten.

„Sparten“, wie Hakan Simsir sagt. Die Chemie kann er auch im Sport nicht verleugnen. Nicht nur, dass sie hier wie dort stimmen muss – die Wortwahl lässt keinen Zweifel aufkommen, wo der dreifache Papa die Brötchen verdient.

Immer verdient hat. 1999 begann Hakan Simsir nach dem Abitur seine Ausbildung zum Industriekaufmann im heutigen Chemiepark Marl. Seine ersten Berufsjahre nach der bestandenen Prüfung absolvierte er im Marketing VESTAMELT/VESTOSINT bei High Performance Polymers (HP), seinerzeit noch unter der Flagge von Degussa-Hüls.

Zum VfB lotste ihn vor vier Jahren der heutige Präsident Dieter Peters. Die Verbindung ist schnell erklärt: Peters war Gesamtbetriebsratsvorsitzender, Simsir einst Jugendvertreter am Standort Marl. Beide lieben den Fußball – Hakan Simsir führte acht Jahre lang Fenerbahce Istanbul Marl, Peters hält schon immer Schalke und dem VfB Daumen und Treue.

Man kannte sich, man schätzte sich. Und jeder traute dem anderen zu, das Bestmögliche aus dem Verein im Schatten des Chemieparks herauszuholen.

Das hat sich nicht geändert. „Er kann sehr gut Menschen führen und zusammenführen“, betont Peters. „Ich bin gut vernetzt und kann gut vernetzen“, ergänzt der neue Hauptgeschäftsführer, der darüber hinaus als kommunikativ, ehrlich, gut strukturiert und empathisch bekannt ist. „Einfach ein guter Typ, der die Bedürfnisse und Interessen der Menschen erkennt“, freute sich Peters nach der Wahl auf der VfB-Delegiertenversammlung.

Um beim Vokabular der Unternehmen zu bleiben: Es ist eine win-win-win-situation. Evonik profitiert genauso wie der Standort und der Verein. „Der Stallgeruch von Marl und Evonik kommt uns beim VfB allen zugute“, weiß Hakan Simsir, der schon aus familiären Gründen offen gegenüber anderen Sportarten ist.

Okay – der Sohn tritt in der – aktuell sehr erfolgreichen – C-Jugend des VfB gegen den Ball. Aber den Töchtern haben es Fitness beziehungsweise Judo angetan.

Apropos Familie: „Ohne die Unterstützung meiner Frau würde dieser Spagat nicht gehen“, erzählt Hakan Simsir. „Sie hält mir wunderbar den Rücken frei.“